Banner mit buntem Hintergrund und der Aufschrift: Gemeinsam für Demokratie & Vielfalt

Demokratie und Menschenrechte verteidigen!

Es geht uns alle an:

Gemeinsam unsere Demokratie und Menschenrechte verteidigen!
Für eine offene, gerechte und solidarische Gesellschaft.

Ausgehend vom Vorstand des Pfarreirates der Pfarrei Hl. Petrus entstand im März 2024 der Grundgedanke zur Initiative „Gemeinsam für Demokratie & Vielfalt“, dem sich schnell Vertreter der demokratischen Parteien in Bobenheim-Roxheim, die protestantische Kirchengemeinde Roxheim-Bobenheim, sowie viele lokale Vereine und Verbände anschlossen und die Auftaktveranstaltung am 04. Mai 2024 vor dem Rathaus auf den Weg brachten.

Wir sind eine offene Initiative, kein Verein oder Bündnis. Unsere Initiative lebt davon, dass sie vielfältig und kreativ unterstützt und weitergetragen wird. Sie sind alle herzlich eingeladen mitzumachen und sich uns mutig anzuschließen und die Initiative mit Kreativität und Vielfalt zu unterstützen. Wenn wir ihr Interesse geweckt haben, können sie über gemeinsam-boro@gmx.de mit uns Kontakt aufnehmen.

    Der Einsatz gegen Extremismus und Hass erfordert Ausdauer sowie eine breite demokratische Basis. Der Anfang für „Gemeinsam für Demokratie & Vielfalt“ wurde 2024 gemacht – seitdem haben sich immer mehr Menschen und Organisationen angeschlossen!

    Zwischen tiefer Spiritualität und aktivem Widerstand - Vortrag zu Alfred Delp

    Kardinal Reinhard Marx eröffnete am 2. Februar 2026, genau 81 Jahre nach der Hinrichtung des Jesuitenpaters Alfred Delp durch die Nationalsozialisten, feierlich das Seligsprechungsverfahren im Münchner Liebfrauendom. Die Pfarrei Hl. Petrus und die katholische Erwachsenenbildung laden zusammen mit der Inittiative aus diesem Anlass herzlich ein zu dem Vortrag „Zwischen tiefer Spiritualität und aktivem Widerstand“ von Dr. Peter Kern: 25. März 2026 - 19:30 Uhr; Pfarrheim St. Antonius - Großer Saal (Roxheimer Straße 4a, Bobenheim-Roxheim). Dr. Kern, Vorsitzender der Alfred-Delp-Gesellschaft in Mannheim, spricht über das Leben des Jesuiten Alfred Delp und eröffnet uns den Spannungsbogen zwischen dessen Spiritualität und konsequentem Widerstand gegen das Naziregime, bis zur Hinrichtung.

    Widersprechen, aber wie? - Workshop zusammen mit der Landeszentrale für politsche Bildung

    Rassistische, antisemitische oder menschenfeindliche Sprüche begegnen uns immer wieder – sei es auf Familienfeiern, am Arbeitsplatz oder im Verein. Wie kann ich darauf reagieren? Welche Argumente sind angebracht? Mit diesen Fragen setzt sich der Workshop „Widersprechen, aber wie? – Argumente gegen Stammtischparolen” auseinander, der in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung stattfindet: Samstag, der 25. April 2026 von 14 - 17:30 Uhr im Kurpfalztreff (Pfalzring 43, Bobenheim-Roxheim). Um Anmeldung wird bis zum 19. April unter gemeinsam-boro@gmx.de gebeten. 

     

    Aktivitäten in 2026

    Vortrag mit Volker Gallé "Freundschaft statt Hass – mehr Demokratie vor Ort" 

    Der Deutsch-Französische Freundschaftskreis lud am 15. Januar 2026 ein zu einem Themenabend unter dem Motto „Freundschaft statt Hass – mehr Demokratie vor Ort”. In seinem Impulsvortrag thematisierte der Referent Volker Gallé die Unterschiede zwischen völkischem und demokratischem Denken und Handeln und präsentiert Strategien zur Stärkung der Demokratie als Gesellschaftsform. Volker Gallé ist seit Jahren in der Gedenkstättenarbeit engagiert und setzt sich gegen Rechtsextremismus ein. Mit seinen anschaulichen Ausführungen stärkte Volker Gallé die Resilienz und den Mut der Zuhörer:innen und regte sie zum kreativen Weiterdenken an. Er ermutigte sie auch, selbst immer wieder Impulse zur Förderung von Demokratie zu suchen.

     

    Aktivitäten in 2025

    Die Initiative war im ersten Quartal rund um die vorgezogenen Bundestagswahlen sehr aktiv und mit mehren Veranstaltungen präsent.

    Los ging es am 27. Januar 2025 anlässlich des Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Das Frankenthaler Bündnis für Demokratie, Vielfalt und Menschenrechte lud zu einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus auf den Willi-Brand-Platz in Frankenthal ein, die wir gerne mit einer Abordnung aus Bobenheim-Roxheim und einer kurzen Ansprache unterstützten. Abgerundet wurde der Abend für die ~ 80 Teilnehmenden durch ein Konzert der Violinistin Olga Nodel und dem Pianisten Thomas Hoffmann, die Stücke jüdischer Komponisten im Darthenus-Haus aufführten.

    Weiter ging es am 13. Februar 2025 mit einem Informationsabend zum Thema Rechtsextremismus. Ein Vertreter der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus, Rheinland-Pfalz, referierte über rechtsextreme Gruppierungen, die in unserer Region agieren, und klärte über die Codes und Symbole dieser Gruppen auf, die auch gehäuft in Bo-Ro zufinden sind. Mit über 60 interessierten Teilnehmenden platzte der Kurpfalztreff in Bobenheim-Roxheim an diesem Abend aus allen Nähten. Zu Beginn des Januars hatte bereits eine mutige Gruppe der Initiative öffentliche Masten, Laternenpfähle und Schilder von Aufklebern rechtsextremistischer Gruppierungen gereinigt. 

    Vor dem Bundestagswahltag unterstützen Vertreter der Initiative mehrere Kundgebungen bzw. beteiligten sich an Demonstrationen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt in der Region und konterten Werbeveranstaltungen der AfD.

    Seit Langem war in Bobenheim-Roxheim davon die Rede, jetzt ist sie da: die Gedenktafel zur Erinnerung an die ehemalige Synagoge. Eigentlich war die Enthüllung für den 80. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27. Januar vorgesehen, aufgrund einer Erkrankung des Initiators Klaus Grabe wurde der Termin auf den 21. März 2025, am 80. Jahrestag des Kriegsendes in Bobenheim-Roxheim, verschoben. Die Gruppe, die sich vor der protestantischen Kirche in der Bobenheimer Straße versammelte, wollte der jüdischen Geschichte des Orts gedenken und ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Die Tafel informiert über die Geschichte der Synagoge von der Zerstörung des Ursprungsbaus durch die Hochwasserkatastrophe 1882/1883 über die Einweihung des Neubaus 1889 bis hin zum Abriss. Bürgermeister Michael Müller (SPD) machte in seiner Rede deutlich, dass Gedenken nicht nur in die Vergangenheit gerichtet sein dürfe: „Es ist wichtiger denn je, dass wir uns aktiv für Demokratie und Vielfalt einsetzen.“ Klaus Graber hob in seinem historischen Vortrag u.a. auch hervor, wie es zur Idee der Gedenktafel kam. Er hoffe, „dass die jüdische Gemeinde nicht in Vergessenheit gerät“ und die Tafel die Erinnerung an nachfolgende Generationen weiterträgt.  Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Liedermacher Uli Valnion, der mit jüdischen Liedern für eine bewegende Stimmung unter den ~ 70 Teilnehmenden sorgte.

    Die Ausstellung "Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen"  der Friedrich-Ebert-Stiftung gastierte vom 11. bis 24. Juni 2025 im Ratssaal des Rathauses in Bobenheim-Roxheim. Herzlichen Dank an den Initator Manfred Gräf. Zur Eröffnung mit Musik von Willi Brausch und der Vorstellung der Ausstellung durch Daniela Herrmann und Christian Blaul als Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftungkamen war der Ratsaal mit über 60 Personen voll besetzt. Im weiteren Verlauf hatten wir auch Schulklassen zu Gast. Als Rahmenprogramm begrüßten wir am 22. Juni den Liedermacher Uli Valion. Sein Konzert stand unter dem Motto "Demokratische Volkslieder von 1780 bis 2025 - auch zum Mitsingen". 

    Sonntag, 9. November 2025
    Feierliche Enthüllung der 3 neuen Stolpersteinen  
    für die früheren Roxheimer Veronika Fränkel, Karoline Blum und Aron Blum. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr an der Ecke Bobenheimer Straße und Raiffeisenstraße. Anschließend findet ein Ausklang im historischen Anwesen Friedrich-Ebert-Str. 10 bei den Geschwistern Burkart, Nachfahren von Familie Werling/Graber, statt.

    Rahmenprogramm

    Freitag, 7. November 2025, 18:30 Uhr, Heimatmuseum (Friedrich-Ebert-Straße 43, Bobenheim-Roxheim)
    In Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Rhein-Pfalz-Kreis und dem Förderverein für jüdisches Gedenken Frankenthal luden wir herzlich ein zu dem Vortrag "...dass unheilbar Kranken der Gnadentod gewährt werden kann" - NS-Euthanasie in Frankenthal und Klingenmünster. Der Politik- und Erziehungswissenschaftler Herbert Baum erläuterte am Schicksal von Veronika Fränkel die Gräueltaten der NS-Diktatur von 1933 bis 1945. Eintritt war frei. Teilnahme auch ohne Anmeldung möglich. Weitere Informationen im Online-Programm der VHS.

    Samstag, 8. November 2025, 17:00 Uhr, kath. Pfarrkirche St. Maria Magdalena (Rheinstraße 25, Bobenheim-Roxheim)
    "Nicht vergessen!" - Konzertabend mit dem Trio "Die Kleinkunststückchen"
    Man hat versucht sie vergessen zu machen, doch ihre Musik lebt bis heute noch. Diese Veranstaltung sollte an die großartigen Künstler erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ausgelöscht werden sollten. Sie wurden von den Machthabern vom Kunstbetrieb ausgeschlossen, verfolgt, verhaftet und manche fanden den Tod. Viele konnten nur durch Untertauchen, Flucht oder Auswanderung Ihren Häschern und den unmenschlichen  Lebensumständen entfliehen. Sie hinterließen Melodien und Texte, die bis heute Menschen erfreuen. Aber nur wenige wissen die Hintergründe und wer die Schöpfer waren. Wer kennt nicht Stücke wie ,,Mein kleiner grüner Kaktus,- Ein Freund ein guter Freund oder „Es muss was Wunderbares sein“. Mit diesem Konzert wollte das Trio „Die Kleinkunststückchen“ – Delia Stegarescu am Piano, Ulrike Lotterhoss mit Rezitationen und Patricia Polizzano als Sängerin – der Künstler gedenken und ihnen die Wertschätzung geben, die sie verdient hatten. Der Eintritt war frei – um Spenden wurde gebeten.

    Samstag, 20. Dezember 2025
    Gemeinsam mit dem Förderverein Gemeindebücherei Bobenheim-Roxheim e.V. boten wir einen kostenlosen, interaktiven Workshop von faktenstark zum Thema „Desinformationen im Internet” an. Der Workshop trug den Titel „Ich lass mich doch nicht manipulieren!” und fand am Samstag, 20. Dezember von 15:00 bis 17:00 Uhr im Kurpfalztreff (Pfalzring 43, Bobenheim-Roxheim) statt. Er richtete sich an alle Interessierten ab 16 Jahren. Übrigens war dies bundesweit die letzte Gelegenheit gewesen, einen Workshop von faktenstark zu besuchen, da das Projekt zum Ende jenes Jahres ausgelaufen war. Faktenstark war eine gemeinsame Initiative der Amadeu Antonio Stiftung und des Vereins codetect e. V., die von der Bertelsmann Stiftung unterstützt wurde. Ziel dieser Initiative war es, die Nachrichtenkompetenz von Bürgerinnen und Bürgern zu stärken und ihnen Strategien an die Hand zu geben, um Desinformationen zu erkennen und ihnen entgegenzutreten.­­­


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