Strukturreform 2025 "Ein Segen sollt ihr sein"

Am 31. Oktober 2025 veröffentlichte das Bistum Speyer den überarbeiteten Entwurf zur Pfarreistrukturreform.

Im vergangenen Herbst veröffentlichte das Bistum Speyer unter dem Titel „Ein Segen sollt ihr sein“ einen ersten Konzeptentwurf für eine Strukturreform. Es handelte sich dabei um eine Weiterentwicklung des Seelsorgekonzepts „Gemeindepastoral 2015“, verknüpft mit der Segensorte-Vision des Bistums sowie den zentralen Inhalten und Vorgaben des diözesanen Strategieprozesses.

Weitere Details: https://www.bistum-speyer.de/news/nachrichtenansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=47253&cHash=ef8d07caff285b9b5cbd2a5983f9da70

Im Folgenden beschreibt Pfarrer Markus Hary die wichtigen Eckpunkte der Strukturreform, über die aktuell der Pfarreirat und die Gemeindeausschüsse informieren und beraten:

Die Strukturreform "Ein Segen sollt ihr sein" sieht auf der Ebene der Pfarrei folgende Veränderungen vor:

Die künftige Pfarrei
Die künftige Pfarrei umfasst das jetzige Dekanat Speyer. 

Die geplante Pfarreistruktur
Die neue Pfarrei hat zwei Ebenen: 1. Die Ebene der Pfarrei und 2. Die Ebene der Gemeinden.

Das Leitungsorgan der Pfarrei
Der Parteivorstand leitet die Pfarrei. Er besteht aus:

  • dem leitenden Pfarrer
  • einer Pfarrreferentin / einem Pfarrreferenten
  • einer Pfarramtsleitung
  • einer bzw. einem ehrenamtlich Engagierten

Beratungs- und Beschlussgremien auf Pfarreiebene

1. Die Pfarreikonferenz
Sie setzt sich aus 6 - 12 gewählten Mitgliedern, dem Pfarreivorstand und entsendeten Personen aus den Gemeinden zusammen.

2. Der Pfarreiausschuss
Er wird aus den Mitgliedern der Pfarreikonferenz gebildet und sollte 10 - 16 Personen umfassen. Er soll die Aufgabe einer "Geschäftsführung" zwischen den Sitzungen der Pfarreikonferenz übernehmen.

3. Der Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat soll die Aufgabe eines Aufsichtsorgans bilden. 

Zentrales Pfarrbüro und Kontaktbüros
Das zentrale Pfarrbüro ist am Pfarrsitz angesiedelt. Es ist das Verwaltungszentrum. Die bisherigen Pfarrbüros sollen als Kontaktbüros erhalten bleiben.

Die Strukturreform "Ein Segen sollt ihr sein" sieht auf der Ebene der Gemeinden folgende Veränderungen vor:

Die Gemeinde
Die Gemeinde wird von einem Gemeindeteam geleitet, das aus mindestens 5 Personen bestehen soll. Eine hauptamtliche pastorale Kraft wird als Ansprechperson das Team begleiten. Das Gemeindeteam trägt Verantwortung für:

  • Gestaltung des Gemeindelebens
  • Organisation vor Ort
  • Zusammenarbeit mit der Gemeinde

Kriterien einer Gemeindebildung
In einer Gemeinde werden die Grundvollzüge von Kirche sichtbar gelebt durch:

  • Verkündigung des Evangeliums
  • Feier des Glaubens, Liturgie und Sakramente
  • Dienst am Nächsten
  • Gemeinschaft

Entscheidend ist die Initiative der Gläubigen vor Ort und ihr verbindliches Engagement für eine Kirche nahe bei den Menschen.

Zur Eigenverantwortung gehört die Einrichtung eines Gemeindeteams.

Möglichkeiten einer Gemeindebildung

1. Territoriale Gemeinden
Sie entstehen aus gewachsenen kirchlichen Strukturen, bieten Nähe und spirituelle Beheimatung und sind verortet in einem konkreten geografischen Umfeld. Sie gestalten regelmäßig Liturgie, Gemeinschaft, Diakonie und Verkündigung.

2. Personalgemeinden
Es gibt keine territoriale Zugehörigkeit. Sie entstehen aus gemeinsamen Anliegen, Lebenssituationen, Interessen und verbinden geistlich jenseits des Wohnorts. Sie schaffen alternative oder ergänzende Zugänge zu kirchlichem Leben.


Weitere Informationen zur Strukturreform des Bistums Speyer und Details zum aktuell laufenden Beratungsprozess finden Sie hier:

https://www.bistum-speyer.de/bistum/ein-segen-sollt-ihr-sein/