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Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim gehören.


Hl. Kreuz, St. Peter, St. Nikolaus Beindersheim

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St. Laurentius Bobenheim

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St. Leodegar Gerolsheim

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St. Martin Heßheim

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Pfarrkirche St. Maria Magdalena Roxheim
Pfarrkirche St. Maria Magdalena Roxheim
Foto: Martina Ulrich

St. Maria Magdalena Roxheim

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Ortsrand Beindersheim mit Blick auf beide Kirchturmspitzen
Dorfbild mit Blick auf die Kirche St. Laurentius Bobenheim
Dorfbild Gerolsheim mit Blick zur kath. Kirche St. Leodegar
Ortsrand Heßheim mit Blick auf die Kirche St. Martin
Ortsrand Roxheim mit Blick zur Pfarrkirche St. Maria Magdalena Roxheim

Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim

Das Bild zeigt die Verleihungsurkunde für die neu errichtete Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim. Das Errichtungsschreiben vom 28. November 2015, mit dem Herr Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die neue Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim zum 1. Januar 2016 errichtet hat, wurde in unseren Gottesdiensten am 1. Advent 2015 verlesen.
Verleihungsurkunde vom 28.11.2015
für die neu errichtete Pfarrei
Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim

Während eines feierlichen Pontifikalamtes am 28. November 2015 im Speyerer Dom bekam die Delegation unserer Pfarrei und Kirchengemeinde Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim die Verleihungsurkunde für die neu errichtete Pfarrei überreicht. Die Mitglieder des Seelsorgeteams und die Vertreter der Gemeindeausschüsse und des Verwaltungsrates wurden von Weihbischof Otto Georgens gesegnet und ausgesandt. Das Errichtungsschreiben vom 28. November 2015, mit dem Herr Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die neue Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim zum 1. Januar 2016 errichtet hat, wurde in unseren Gottesdiensten am 1. Advent 2015 verlesen.

Damit wurde ein historisches Ereignis gesetzt. Im Rahmen der Gemeindepastoral 2015 wurden die bisherigen Pfarreien aufgelöst und die 70 neuen Pfarreien des Bistums Speyer gegründet.

Im Vorfeld wurden die Gremien der neuen Pfarrei mit ihren Gemeinden Beindersheim (mit Großniedesheim), Bobenheim (mit Kleinniedesheim), Gerolsheim, Heßheim (mit Heuchelheim) und Roxheim gewählt. Die Gemeindeausschüsse wurden in Gottesdiensten der jeweiligen Kirche vorgestellt. Die Gremien der Pfarrei, wie der Pfarreirat und der Verwaltungsrat, wurden am 3. Januar 2016 um 10:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena Roxheim vorgestellt. Dieser Gottesdienst sollte auch der Auftakt für die neue Pfarrei mit ihren Gemeinden und Gruppierungen sein.

In den letzten Jahren wurde bereits vieles auf den Weg gebracht, was für das Zusammenwachsen in der neuen Pfarrei wichtig ist. Vor allem das Fest in der Mitte, die Gottesdienste zur Vorstellung der neuen Struktur in den einzelnen Gemeinden, aber auch viele andere Aktionen haben dazu beigetragen, dass sich viele nicht mehr fremd waren, sondern dass viele sich unter den Gemeinden schon kennenlernen konnten.

Die neue Pfarrei mit ihren Gemeinden geht alle an, jede Gläubiger und jeden Gläubigen. Sie alle sind - wie es der Apostel schreibt - lebendige Steine an einem geistigen Haus (vgl. 1 Petr 2,5). Sie alle sind eingeladen an einer lebendigen Kirche ganz konkret in unseren fünf Gemeinden mit den acht Dörfern mitzuwirken und so lebendiges Zeugnis für das Reich Gottes in dieser Welt abzugeben.

Andreas Rubel, Leitender Pfarrer

Neues Siegel der Pfarrei Hl. Petrus

Das Siegel der Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim trägt die Aufschrift "SIGILLUM PAROCHIAE CATH AD PETRUM + BOBENHEIM-ROXHEIM +".
Siegel der Pfarrei Hl. Petrus
Bobenheim-Roxheim
© Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim

Am 29.11.2017 wurde das neue Siegel unserer Pfarrei durch die Veröffentlichung im OVB Speyer 8/2017 freigegeben.

Das Siegel ist von rundovaler Form, 35 mm breit und 40 mm hoch.

Im Siegelbild ist,  an das Logo der Pfarrei Hl. Petrus angelehnt, der stilisierte Petrusschlüssel übernommen, welcher in einer leicht geschwungenen Linie nach unten links den Schlüsselbart rechts der Linie aufweist. Am oberen Ende geht die leicht geschwungene Linie in die Darstellung eines Kreuzes über. Umkreist wird das Kreuz von drei Linien. Während sowohl die äußere als auch die innere Kreislinie oben und unten unterbrochen ist, wird die mitt­lere Kreislinie nur unten durchbrochen.

Die Siegelumschrift lautet: "SIGILLUM PAROCHIAE CATH AD S PETRUM + BOBENHEIM-ROXHEIM +". Sie verläuft im Uhrzeigersinn, beginnend links unten; die Ortsbezeichnung verläuft am unteren Rand gegen den Uhrzeigersinn und ist mit zwei Kreuzen vom übrigen Text abgesetzt.

Das Siegel hat eine durchgehende innere sowie äußere Umrandung der Umschrift.

Namensgebungsverfahren

Für den Namen der neu zu errichtenden Großpfarrei gab es aus Speyer einige Vorgaben und einen Zeitplan, der die einzelnen Schritte regelte.

So war ausdrücklich gewünscht, dass der neue Name, das neue Patrozinium, nicht einer der schon vorhandenen Namen sein sollte. Die Patrozinien der einzelnen Kirchen in der neuen Großpfarrei sollten behalten werden. Es ging nur um den Namen für die neu geschaffene Großpfarrei.

In einem ersten Schritt  wurde ein Gremium gebildet aus allen bisherigen Pfarreien und schon erste Namensvorschläge gesammelt. Dabei war jedes Mitglied der einzelnen Gemeinden aufgefordert, Vorschläge zu machen.

In einem zweiten Schritt wurden in den Pfarrgemeinderäten oder in Pfarrversammlungen aus den vorgeschlagenen Namen in jeder Pfarrei je zwei ausgewählt, aus denen dann in einem dritten Schritt in einer Sitzung des Gremiums zwei Namen gewählt wurden.

Diese beiden Namen waren an erster Stelle:

  • St. Peter, begründet durch die Nähe zum Wormser Dom St. Peter, der in unserem Gebiet immer eine große Rolle spielte, (der Name St. Peter ist einer von drei Patrozinien in Beindersheim; das Gremium für die Namensgebung entschied einstimmig trotzdem den Namen für die Großpfarrei zu wählen, laut Vorgabe aus Speyer hätte auch eine Dreiviertelmehrheit genügt)

und an zweiter Stelle

  • St. Hildegard, begründet durch die Nähe zu deren Wirkungsstätten in unseren Nachbardiözesen.

Aus diesen beiden Namen wählte unser Herr Bischof im Herbst nach Beratung im Allgemeinen Geistlichen Rat einen Namen und ordnete diesen der neuen Pfarrei zu.

Text: Annemarie Nagel

Wieso Hl. Petrus als Patrozinium der neuen Pfarrei?

Das Bistum Worms - Die Anfänge des Bistums Worms liegen in römischer Zeit. Das Konzil von Serdica 343 bestimmte, dass eine volkreiche römische Civitas auch Bischofssitz sein sollte. Worms die Civitas Vangionum war Bischofssitz seit dem 4. Jahrhundert. Bischof Bertulf von Worms nahm 614 an der von König Chlotar III nach Paris einberufenen Synode teil. Um 600 war mit dem Bau des Doms auf dem Gebiet des römischen Forum begonnen worden. Königin Brunihildis, die in Worms ihren Witwensitz hatte, bezog von Papst Gregor dem Großen Reliquien der Apostel Petrus und Paulus. Sie begründete so das Doppelpatrozinium von Dom und Diözese.

Vom Bistum, in dem der Bischof die apostolische Weihe- und Hirtengewalt nach Maßgabe des kanonischen Rechts ausübte, ist das Hochstift, in dem er als geistlicher Reichsfürst und Grundherr die weltliche Regierungsgewalt innehatte, zu unterscheiden.

Das Bistum Worms erstreckte sich über links- und rechtsrheinisches Gebiet. Die Grenze des Bistums Worms zum Bistum Speyer lief auf der Linie Mundenheim – Ruchheim – Leistadt – Höningen nach Westen. Gerolsheim gehörte zum Landkapitel Freinsheim; Bobenheim, Roxheim, Klein- und Großniedesheim, Heuchelheim, Beindersheim und Heßheim zum Landkapitel Dirmstein. Die Landkapitel waren vergleichbar den heutigen Dekanaten.

1181 erhielt der romanische Dom unter Bischof Konrad II von Sternberg die abschließende Gesamtweihe. Worms war auch eine Urzelle der Reformation. Die Magnuskirche, die Pfarrkirche des Andreasstiftes (heute Wormser Museum), ist die älteste protestantische Kirche Deutschlands. 1627 waren nur noch 15 von ursprünglich 250 Landpfarreien katholisch. Die Zusammenlegung des Wormser Bistums mit Mainz wurde nur wegen des 30-jährigen Krieges nicht vollzogen. Nach dem Westfälischen Frieden (1648) war die Diözese Worms meist personell mit dem Bistum Mainz oder Trier verbunden. 1803 wurde das Bistum Worms aufgelöst. Die Nachfolge von Worms und Speyer trat auf der linksrheinischen Seite das Bistum Mainz an.

1817 wurde das Bistum Speyer in seiner heutigen Gestalt im Königreich Bayern wieder errichtet. Da der Domschatz des Speyrer Domes während des Pfälzischen Erbfolgekrieges und der Französischen Revolutionskriege sehr gelitten hatte, wurde der ehemalige Wormser Bischofsstab Teil des Speyrer Domschatzes.

Text: Hubert Engelhard – St. Leodegar Gerolsheim

Quelle: Pfälzische Geschichte, Band 1, Institut für Pfälzische Geschichte und Volkskunde; Aufsatz von Michael Münch „Das Bistum Worms“

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