Zur Landkarte Bistum

Informationen

Gemeinden

In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Hl. Petrus Bobenheim-Roxheim gehören.


Hl. Kreuz, St. Peter, St. Nikolaus Beindersheim

mehr Infos


St. Laurentius Bobenheim

mehr Infos


St. Leodegar Gerolsheim

mehr Infos


St. Martin Heßheim

mehr Infos


Pfarrkirche St. Maria Magdalena Roxheim
Pfarrkirche St. Maria Magdalena Roxheim
Foto: Martina Ulrich

St. Maria Magdalena Roxheim

mehr Infos

Ortsrand Heßheim mit Blick auf die Kirche St. Martin
Eingangsportal der kath. Kirche St. Martin Heßheim
Marienstatue an der Kath. Kirche St. Martin Heßheim
Kirche St. Martin Heßheim Altarraum
Kirche St. Martin Heßheim mit Blick zur Orgel

St. Martin Heßheim

Kirche St. Martin in Heßheim
Kirche St. Martin Heßheim
(Foto: Martina Ulrich)

Die Wurzeln der katholischen Kirche St. Martin Heßheim gehen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Ihre Existenz wird schon durch eine Erwähnung im Lorscher Codex, der alten Urkundensammlung des vor über 400 Jahren untergegangenen Klosters an der Bergstraße, für das Jahr 778 bezeugt. Erhalten hat sich davon allerdings nichts, so dass keine Angaben über ihr Aussehen gemacht werden können. 

Aufgrund seiner Bauform und der Gestaltung der Bauglieder gehört der im Westen der Kirche vorgelagerte Turm noch dem 12. Jahrhundert an und ist damit das älteste Architekturbeispiel der Gemeinde. Das oberste Geschoß ist eine Zutat von 1957/58 im Zuge der Kirchenerweiterung. Eine Veränderung am Turm fand auch schon zu früheren Zeiten statt, als man auf der Südseite ein spitzbogiges Portal mit profiliertem Gewande einsetzt. Zwischen 1753 - 1758, im Barock, wurde das romanische Kirchenschiff abgerissen und an seine Stelle trat ein schlichter Saalbau von rd. 14 m innerer Länge. Bis zur Aufhebung der gleichzeitigen Nutzung der Kirche seit 1705 durch Reformierte und Katholiken infolge des neuen Kirchenbaus der protestantischen Pfarrgemeinde 1954 diente das Gebäude in dieser Form praktisch unverändert für 200 Jahre den kirchlichen Belangen Heßheims.

Nach den Plänen des Diözesanoberbaurrats Wilhelm Schulte wurde im August 1957 mit der Erweiterung begonnen. Die im Norden anliegende Sakristei und Nebenräume stellen die Verbindung zum alten Pfarrhaus her (s. Kirchenstraße 10). Am 5. Oktober 1958 wurde die Kirche neu geweiht.

Trotz Verdoppelung des Raumvolumens wurde aber die Rokokokanzel des mittleren 18. Jahrhunderts nicht in den Umbau übernommen: sie wurde nach Beindersheim abgegeben. Der barocke Hochaltaraufsatz weist mit seinen Formen noch in das späte 17. Jahrhundert. Die Bekrönung des Altars durch plastische Wolken mit einem Kreuz gibt dem Ganzen einen harmonischen Abschluss, stammt aber erst von der Restaurierung der frühen 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Der Seitenaltar stammt aus Kleinniedesheim und ist gegen 1730 gefertigt worden. Als die dortige Kirche ihr Simultaneum beendigen konnte und protestantische Pfarrkirche wurde, wurde dieser Altar 1821 durch Pfarrer Grothe nach Heßheim geholt. Ursprünglich war er auch, wie der Hochaltar, ein Kreuzigungsaltar. Da zwei Kreuzungsaltäre aber nicht gewünscht waren, wurde der Altar spätestens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umgemodelt: Das Altarblatt kam in den Pfarrhof (heute ist es restauriert in der Sakristei) und eine damals neue, geschnitzte Gruppe der hl. Familie wurde eingesetzt. Bald nach dem Erweiterungsbau von 1957/58 wurde entschieden, auch diesen Altar wieder zu verwenden. Er erhielt nun eine neue Mensa und die Hl. Familie-Gruppe wurde durch eine hervorragende Immaculatafigur (zuvor im Pfarrhaus) mit Lüsterfassung aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ersetzt; die Hl. Familie-Gruppe findet sich seither an der Langhausnordwand.

In der Südostecke des "Querhauses" steht ein wuchtiges Taufbecken aus Sandstein, ein dicker Balusterfuß auf quadratischer Grundfläche trägt das Becken, das von einem profilierten Holzdeckel verschlossen wird.

Angeblich stammt die Orgel aus Kusel und gelangte erst im 19. Jahrhundert nach Heßheim. Gebaut wurde sie noch im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts und seither mehrfach restauriert, vor allem das Innere betreffend. So im Zusammenhang mit der Kirchenerweiterung von 1957/58 und dann wieder 1983 bei der Generalinstandsetzung der Pfarrkirche.

Noch bis zum Zeitpunkt der Kirchenerweiterung 1957/58 war die Kirche von der alten Kirchhofmauer umgeben, die nur am Ostende zur Kirchenstraße hin bei Anlage des Kriegerdenkmals aufgebrochen und durch ein Eisengitter zwischen Pfeilern neben einer schon bestehenden Gittertür ersetzt wurde, um von der Straße her das Denkmal sehen zu können. Schon damals, in den 1870er Jahren, war der ursprüngliche Friedhof um die Kirche im Auslaufen begriffen, da schon eine Erweiterung nach Westen erfolgt war. Das einzige Zeugnis dieses alten Friedhofs besteht heute in einem völlig verwitterten Sandsteinkreuz, eingelassen in eine sehr junge Mauer an der Nordwestecke der Kirche.

Ein zweites Sandsteinkreuz dieser Art, auf dem noch Wortfragmente, Christusmonogramm und Totenschädel zu erkennen sind, ist im Pfarrgarten eingemauert.

Quelle: Heßheim, Geschichte eines pfälzischen Dorfes, Band II; 1993; Gemeinde Heßheim, herausgegeben von Erwin Schnell und Gerhard Nestler; Druck und Verlag Sommer GmbH & Co. KG, Grünstadt

Weitere Informationen:

Kirche St. Martin Heßheim

Besondere kirchliche Feste in der Gemeinde

Fastenessen

Das Fastenessen der Gemeinde St. Martin Heßheim findet jedes Jahr im Pfarrheim St. Martin Heßheim, Friedhofstraße 13, 67258 Heßheim, statt.

Christopherusgottesdienst mit Fahrzeugsegnung
Am Ge­denktag des Hl. Chris­tophorus (24. Juli) wird  auf dem Adolph-Kolping-Platz hinter dem katholischen Pfarr­heim St. Martin Heßheim der Christophorus-Gottesdienst mit Fahrzeug­segnung ge­feiert. Fahrzeuge aller Art werden gesegnet. Dieser Gottesdienst ist zu einer festen Veranstaltung der Kol­pingsfamilie Heßheim geworden und erfreut sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit, was an den Besucherzahlen zu sehen ist.

Nach oben

Anzeige

Anzeige